Instagram Analytics

In Instagram by Patrick NixLeave a Comment

Wann hast du dir zum letzten mal die Statistiken zu deinem Instagram-Account angesehen?Vielleicht trackst du die Zahl der Likes, die deine Beiträge erhalten oder du behältst dein monatliches Follower-Wachstum im Auge. Aber hast du dir schon einmal wirklich Gedanken rund deine Daten gemacht? – Wenn nicht, ist es jetzt höchste Zeit.

Instagram Analytics hilft dir dabei, zu verstehen wie die Plattform funktioniert und wie du deine Marketing-Strategie besser auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe anpassen kannst. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, worauf bei der Analyse deiner Metriken ankommt. Außerdem schauen wir uns die vorhandenen Optionen an, die uns das integrierte Analyse-Tool bietet.

Warum sollte ich mich mit Instagram Analytics überhaupt beschäftigen?

Mit weltweit mehr als 25 Millionen aktiven Business-Accounts und insgesamt mehr als 200 Millionen täglichen Usern ist Instagram aus einer gesunden Online-Marketing-Szrategie nicht mehr wegzudenken.

Wenn du jedoch nicht weißt, wer sich dein Profil angesehen hat, auf deine Als klickt oder wie deine Postings und Stories performen, bekommst du zwangsläufig Schwierigkeiten, wenn es darum geht, conversionstarken Content zu kreieren. Deine Bemühungen auf der Plattform könnten sich so über kurz oder lang als Verschwendung von Zeit und Ressourcen herausstellen.

Wenn du deine Metriken nicht im Blick hast, könnte folgendes passieren:

  • du sprichst das falsche Publikum an
  • du postest zu häufig oder zu selten
  • du führst den falschen Traffic auf deine Website
  • du übersiehst Mentions, die sich als spannender Kontakt herausstellen
  • du postest zu den falschen Zeiten
  • du verpasst Möglichkeiten, mit fremdem Content zu interagieren

Das ist nur eine kleine Übersicht, sie zeigt aber recht eindrücklich, wo des Pudels Kern liegt: Die Informationen, die aus Instagram Analytics ableiten kannst, helfen dir dabei deine Strategie fortwährend zu verbessern und den größten Benefit für dich und dein Business rauszuholen. Insbesondere wenn Instagram in deiner strategischen Ausrichtung einen zentralen Punkt einnimmt, kannst du auf diese Informationen nicht verzichten.

Genug der Vorrede, schauen wir uns das doch mal genau an.

Instagram Profil Analytics

Schon direkt auf deinem Profil bekommst du eine Reihe von leichtgewichtigen Metriken, die für deine Arbeit wichtig sind. Nicht selten wird der Fehler gemacht, diesen Werten eine zu große Bedeutung beizumessen. Mach du diesen Fehler nicht und richte dich ausschließlich nach der Anzahl der Follower. Gerade weil diese Metrik stets im Vordergrund steht, fokussiert sich die öffentliche Wahrnehmung leider viel zu stark darauf, stets nach großen Zahlen Ausschau zu halten. Gerade hier gilt jedoch: Qualität vor Quantität.

Schauen wir uns die Daten auf dieser Seite aber der Reihe nach an.

((Screenshot))

Du findest hier Insights für die zurückliegende Woche, leider stehen uns hier keine Angaben für größere Zeiträume zur Verfügung. Es empfiehlt sich deshalb, diese Informationen regelmäßig zu exportieren um hier einen längerfristigen Vergleich zu ermöglichen. Merke: Trends werden nur auf lange Sicht wirklich aussgekräftig.

  • Impression: Die Häufigkeit, mit der deine Posts im Vergleichszeitraum angesehen wurden
  • Interactions: die Anzahl der Interaktionen (Likes, Kommentare, Saves)
  • Reach: Die Anzahl der individuellen Accounts, die deine Postings angesehen haben
  • Profile Visits: Die Häufigkeit, mit der dein Profil im Vergleichszeitraum aufgerufen wurde
  • Website Clicks: Die Anzahl der User, die den Link aus deiner Profil-Bio angeklickt haben
  • Call/Email-Clicks: Die Anzahl der User, die den Mail-Button auf deiner Profilseite geklickt haben.
  • Mentions: Die Häufigkeit, mit der dein Handle von anderen Usern genutzt wurde

Instagram Audience Analytics

Wer ist deine Zielgruppe? Wahrscheinlich hast du zumindest eine grobe Vorstellung davon, wen du mit deinem Content ansprechen möchtest. Vielleicht hast du dich schon mit den soziodemografischen Daten deiner Zielgruppe beschäftigt oder sogar eine passende Buyer-Persona entwickelt.

Die Frage ist nun jedoch, ob diese Überlegungen auch mit den tatsächlichen Profilen zusammenpassen, die mit mit dir interagieren. Glücklicherweise gibt es eine Rubrik innerhalb von Instagram Analytics die sich genau mit dieser Fragen auseinandersetzt

In soziodemografischer Hinsicht spielen sicherlich diese drei Faktoren die größte Rolle:

  • Top Locations: Diese Information erlaubt dir, die fünf Städte und Länder einzusehen, in den sich die meisten deiner Follower befinden.
  • Age range: Wie alt sind deine Follower? Hier kannst du es herausfinden. Der Einfachheit halber fasst Instagram deine Follower in unterschiedlichen Alters-Kohorten zusammen.
  • Sender: Welchem Geschlecht gehören deine Follower an

Darüberhinaus finden wir hier auch nähere Angaben über das Nutzerverhalten deiner Follower.

  • Follower Hours: Eine extrem hilfreiche Statistik um zu sehen, wann deine Follower denn überhaupt auf Instagram aktiv sind.
  • Follower Days: Ähnlich nützlich. Hier erfährst du, an welchen Tagen deine Follower auf der Plattform aktiv sind.

Individual Post Analytics

Früher oder später gibts du dich mit den simplen Zahlen, die wir uns bisher angeschaut haben natürlich nicht mehr zufrieden. Für dich geht es jetzt darum, die Ergebnisse deiner einzelnen Postings zu betrachten. Hier bekommst du schließlich aufschlussreiche Informationen darüber, wie dein Content tatsächlich ankommt. Basierend auf diesen Zahlen kannst du deine weitere Content-Strategie ausrichten und wachsen.

Hier sind die Angaben, die du für einzelne Postings bekommen kannst:

  • Interactions: Das sind Aktionen, die direkt zu deinem Posting erfolgt sind, unabhängig davon, wie der User auf deinen Post gestoßen ist.
  • Discovery: Der Discovery-Feed ist wahrscheinlich der mächtigste Kanal, wenn es darum geht, dass neue Follower auf dich aufmerksam werden. Instagram gibt dir hier detailliert aus, wie groß die Zahl der Accounts ist, die du über das Discover-Feature erreicht hast.
  • Follows: Wieviele neue Follower hat dir dieses Posting eingebracht?
  • Reach: Wieviele individuelle Accounts hat dieses Posting erreicht?
  • Impressions: Die totale Zahl, wie oft dein Posting angesehen wurde. Instagram bricht diese Kategorie noch einmal runter, um dir zu sagen, über welchen Weg die Impressionen zustande gekommen sind (Hashtag, Profil, Discovers, etc)
  • Saves: Eine der wichtigsten Metriken! Die Anzahl der individuellen Accounts, die das Posting gespeichert haben. Aktuell scheint es, als würde Instagram dieser Metrik eine sehr große Bedeutung beimessen. Es macht also Sinn, diese gesondert im Blick zu behalten.
  • Comments: Die Anzahl der Kommentare unter deinem Posting.

Instagram Stories Analytics

Last but not least gibt es natürlich auch Daten für deine Stories. Solltest du keine Stories auf Instagram veröffentlichen, solltest du dies dringend in Erwägung ziehen. Gerade wenn es darum geht, neue Follower anzusprechen, sowie darum, bestehende Follower weiter zu binden, sind Stories eine tolle Option.

Wenn deine Stories erstmal etwas Traktion haben, kannst du dir folgende Metriken anschauen:

  • Impression: wie oft wurde deine Story angesehen?
  • Reach: Die Zahl der individuellen Accounts, die deine Story angesehen haben
  • Exits: Die Anzahl der Abbrüche, die User während deiner Story vorgenommen haben.
  • Replies: Die Anzahl an Antworten, die eine Story generiert hat.
  • People Insights: Hier siehst du eine Liste der Accounts, die sich deine Story angesehen haben.

Welche Daten sollte ich tracken?

Okay, das war eine Menge Stoff und ich kann dir nicht verübeln, wenn du dich angesichts dieser Vielzahl an Metriken etwas überwältigt fühlst. Eine möchte dich deshalb nicht im Regen stehen lassen und dir Hilfestellungen geben, welche Werte für dich von Bedeutung sind.

Bevor du damit beginnst Daten zu erheben, ist es natürlich unerlässlich, dass du dir im Klaren darüber bist, was dein Ziel ist. Welche Rolle spielt Instagram in deinem Marketing-Mix? Was für ein Business hast du überhaupt? In Abhängigkeit von den Antworten auf diese Fragen, geht es dir vielleicht darum, Besucher auf deine Website zu führen. Vielleicht möchtest du aber einfach nur Aufmerksamkeit für dein Unternehmen erlangen. Oder du willst knallhart Leads generieren?

Das alles sind natürlich vollkommen berechtigte Ziele, sie ziehen aber jeweils unterschiedliche Herangehensweisen an deine Instagram-Strategie nach sich und verlangen deshalb nach der Kenntnis unterschiedlicher Metriken.

Ich möchte an dieser Stelle damit schließen, drei typische Zielsetzungen zu diskutieren und dir die passenden Metriken dazu ans Herz legen.

1. Brand Awareness

Gerade neue Unternemen müssen sich natürlich zunächst einen Namen machen. Sie brauchen Aufmerksamkeit fast so sehr, wie sie Kunden brauchen. Ähnliches lässt sich auch über ältere Unternehmen sagen, die gerade dabei sind, einen neuen Markt zu erobern.

Wenn dein Ziel Brand Awareness heißt, solltest du diese drei Metriken im Blick haben:

  • Follower Count: Ein Wachsen deiner Follower korrespondiert nicht selten mit einer steigenden Bekanntheit. Dabei solltest du allerdings dringend die Qualität deiner Follower im Auge behalten. Niemandem ist geholfen, wenn dir eine Armee aus Bots und toten Accounts folgt. Deinen Follower Count solltest du deshalb dringend mittels Engagement-Metriken wie den folgenden qualifizieren.
  • Impression: Wie oft werden deine Stories und Postings angesehen. Hier heißt es tatsächlich: Je mehr, desto besser! Behalte dabei jedoch stets im Blick, ob dein Wachstum der Impression mit deinem Follower-Count im Einklang steht. Zeigen beide Graphen größere Abweichungen und wachsen nicht im Synchronflug, scheint hier irgendwas nicht zu stimmen.
  • Reach: Auch die Zahl der individuellen Accounts, die du erreichst, sollte stetig steigen. Insbesondere dieser Wert gibt dir nützliche Informationen darüber, ob du “gute” Follower aufbaust oder es eher mit Fake-Followern zu tun hast.

2. Leads und Sales

Das ist natürlich ein sehr weit verbreitetes Ziel im Marketing. Insbesondere wenn du im E-Commerce unterwegs bist, handelt es sich bei den Sales sicher um deine OMTM (One Metrik that matters). Und wenn dem so ist, musst du natürlich tracken ob Instagram dir hilft, diesen Wert anzuschieben. Aber wie messen wir das?

  • Website Clicks: Das ist natürlich naheliegend. Ich würde dir empfehlen, deinen Instagram-Traffic auf deiner Website weiter zu qualifizieren, beispielsweise durch Cookies oder eine spezielle Landingpage.
  • Call/Email Clicks: Anrufe und Mails sind hervorragende Indikatoren um zu sehen, ob es dir gelingt, deine Follower tatsächlich zu aktivieren.
  • Follower Hours/ Days: Sowohl für deine organischen Postings, als auch für deine Ads spielt die bevorzugte Zeit deiner Follower natürlich ein Rolle. Plane deine Veröffentlichungen nach den Zeiten, zu denen deineFollower tatsächlich auch aktiv sind. Damit lässt sich die Zahl der Website Clicks signifikant erhöhen.

3. Community Building

Hand aufs Herz: Instagram macht Spaß, der Content ist aufregend und fordert zu Interaktionen geradezu auf. Es liegt deshalb nahe, die Plattform für den Aufbau einer Community zu nutzen. Neben regelmäßigen Antworten auf Kommentare solltest du vor allem die wichtigsten Engagement-Metriken im Blick haben.

  • Comments: Zu einer Community gehören natürlich Unterhaltungen. Schaue dir deshalb unbedingt an, auf welche Art von Content deine Zielgruppe am liebsten antwortet und versuche mehr von diesem Typus zu entwickeln.
  • Story Replies: Oft reagieren User gar nicht mit umfangreichen Kommentaren. Gerade auf Stories wird oft nur mit Emoticons reagiert. Doch auch das kostet Zeit und deshalb ist es ein gutes Zeichen, wenn deine Follower sich diese Zeit nehmen.
  • Engagement: schließlich ist Engagement natürlich die ultimative Metrik, wenn es darum geht, eine Community aufzubauen.

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