Was ist Earned Media?

In glossar by Patrick NixLeave a Comment

s handelt sich bei Earned Media, zu Deutsch: ,,verdiente Medien“ um eine Werbeform, bei der eine Bewertung unabhängig der Markenkommunikation stattfindet. Earned Media gehört zu einem neuen Marketingmodell, das drei verschiedene Kommunikationskanäle besitzt, welche ein Unternehmen für das Erreichen neuer Kunden nutzen kann. Der erste Teil sind Paid Media.

Unter diese Kategorie fallen alle klassischen Kommunikationskanäle wie das Radio, das Fernsehen oder die Printmedien. Der zweite Teil stellt die Owned Media dar. Zu diesen gehören alle unternehmenseigenen Kanäle, wie die Twitter- oder Facebook-Präsenzen. Der letzte Teil sind eben die erwähnten Earned Media. Zu diesen gehören alle Mund-zu-Mund-Propaganda, die sich sowohl auf das Unternehmen, eine Marke oder ein Produkt beziehen kann. Diese Art der Kommunikation findet unabhängig von der offiziellen Markenkommunikation statt. Einfach ausgedrückt sind Earned Media beispielsweise unabhängige und unbezahlte Posts einer dritten Person auf einem Social Media Account zum Unternehmen oder einem Produkt. Solche Medien entstehen somit nur dann, wenn die Person auch Vertrauen zu der Marke oder dem Produkt hat.

Unternehmen können diese Mundpropaganda somit nicht selbst steuern. Gerade aufgrund des Social Medias, auf denen es einfach ist einen Link oder Post zu teilen und ihn somit Tausenden von Menschen zu zeigen, gewinnen die Earned Media zunehmen an Bedeutung. Diese Art Marketing findet dann nicht mehr nur, wie früher einmal, unter wenigen Personen statt, sondern mit unzähligen Menschen auf der ganzen Welt. Viele Unternehmen versuchen somit über gezielte Maßnahmen positive Earned Media zu erreichen. Insgesamt ist man sich zwar einig, dass aufgrund dieser Medien das meiste Vertrauen von potenziellen sowie bestehenden Kunden erlangt wird, jedoch stellen sie für Unternehmen auch ein großes Risiko dar. Oft genügt nämlich ein einziger negativer Eintrag und dieser kann sich über das gesamte Internet verteilen. Solch eine Aktion kann verheerende Auswirkungen auf das Image eines gesamten Unternehmens haben. Aus diesem Grund auch die Bezeichnung Earned Media, da ein Unternehmen sich eine unabhängige und positive Propaganda nur aufgrund guter Produkte oder eines guten Images verdienen kann.

Es zeigt sich, dass es bestimmte Branchen gibt, in denen es einfacher ist zu Earned Media zu kommen. So reden natürlich relativ wenig Menschen auf Sozialen Medien über Baufirmen, während Firmen, die Haushaltsprodukte anbieten größere Chancen haben, dass man über sie oder ihre Produkte im Internet redet. Auch wenn dieser Teil des Marketings von offiziellen Seiten prinzipiell nicht steuerbar ist, sorgen Unternehmen regelmäßig durch spezielle Events oder eigene Posts dafür, dass sie bzw. ihre Marke an Aufmerksamkeit gewinnt. So können Gewinnspiele dafür sorgen, dass sich der Name eines Unternehmens einfach über das Internet verteilt. Und auch sogenannte Giveaways, bei denen Produkte willkürlich an Internetnutzer verschenkt werden beinhalten oft als Regel, dass bestimmte Posts des Unternehmens über den eigenen Kanal geteilt werden müssen. Aber auch hier zeigt sich, dass solche Aktionen zwar dafür sorgen, dass mehr über eine Marke geredet wird, es jedoch keinen Einfluss auf die Art der Bewertung hat. Nur wenn Personen nämliche von einem Produkt ernsthaft überzeugt sind, geben sie diesem eine positive Bewertung. Es zeigt sich wiederum aber, dass sogenannte ,,bezahlte Posts“, bei denen Internetnutzer mit vielen Followern auf Sozialen Medien für einen neutralen Post über Unternehmen bezahlt werden, teilweise einen Einfluss auf Earned Media haben. Viele dieser Follower lesen und kaufen die Produkte des Unternehmens dann automatisch, da sie der Person vertrauen, die über das Produkt geschrieben hat. Nur jedoch, wenn das Produkt bei den Käufern auch positive Ergebnisse erzielt, kann aus diesen Testern ein fester Kundenstamm werden.

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