Twitter für Journalisten: 5 Tipps mit denen du weiterkommst

Weshalb Twitter für Journalisten so wichtig ist.

Twitter für Journalisten: 5 Tipps mit denen du weiterkommst

Ist Twitter für Journalisten ein bedeutendes Tool oder nur eine weitere zeitraubende Social Media-Plattform? – Für mich ist die Sache klar: Journalisten sollten twittern oder zumindest die Tweets von wichtigen Fachkollegen im Auge behalten. So können sie einen wesentlichen Vorsprung bekommen. Schließlich ist keine andere Plattform im Social Web so schnell wie Twitter.

Vom Tod von Umberto Eco erfuhr ich jüngst durch Twitter. Und das nur wenige Augenblicke nachdem die Nachricht überhaupt publik wurde. Auf Spiegel online war zu diesem Zeitpunkt noch nichts dazu zu finden.

Nun kann man natürlich darüber streiten, ob es wichtig ist, dass ich diese Nachricht womöglich einige Minuten früher erhielt, als andere. Am Tod des Schriftstellers ändert das nichts und in meinem beruflichen Kontext habe ich dadurch auch keinen Vorteil.

Für einen Teil meiner Schüler und Seminarteilnehmer kann das aber einen entscheidenden Unterschied machen: So kann Twitter für Journalisten die auf schnelle und zielgerichtete Verbreitung von Informationen angewiesen sind, überlebenswichtig sein. Für sie sind ein paar Minuten eine lange Zeit.

Wenn DU also Journalist bist und dich nicht auf Twitter engagierst, könnte dir das einen erheblichen Nachteil einbringen.

Das Problem, dass ich sowohl in meinen Coachings und Seminaren, als auch im privaten Umfeld sehe:

Vielen potentiellen Twitterern ist die Plattform zu kompliziert.

Ich gebe zu: Mit seinen Hashtags, Mentions und teils eigenartigen Kommunikationsgepflogenheiten kann Twitter schnell abschreckend wirken.

Darüber hinaus scheinen viele Nutzer von der verordneten Limitierung der Beiträge auf 140 Zeichen eingeschüchtert zu sein.

Meines Erachtens nach liegt aber genau hier einer der entscheidenden Vorteil von Twitter gegenüber anderen Plattformen: In 140 Zeichen kann nicht geschwafelt werden. Das heißt für dich: Du bekommst hier auf den Punkt die Informationen die du suchst.

Ein weiterer Vorteil: Twitter ist live. Ganz oben stehen stets die aktuellsten Beiträge. Gerade darin unterscheidet sich Twitter von Facebook, das durch seinen komplexen Algorithmus dafür sorgt, dass dir regelmäßig alte Nachrichten in den Newsfeed gespült werden, während du neue Beiträge nicht bekommst.

(Wie du deinen Facebook-Newsfeed optimieren kannst, habe ich hier zusammengefasst.)

Wie Twitter für Journalisten sinnvoll in den Arbeitsablauf integriert werden kann, möchte ich dir in den folgenden Tipps zeigen:

  1. Abonniere die richtigen Kanäle
  2. Arbeite mit Listen
  3. Verwende Tweetdeck
  4. Werde zum Multiplikator
  5. Nutze Twitter als Recherche-Tool

 

Twitter für Journalisten: 5 Tipps, die dich weiterbringen

  1. Abonniere die richtigen Kanäle

Einer der USPs, mit denen Twitter aufwarten kann ist wohl zweifellos seine Geschwindigkeit. Über keinen anderen Kanal verbreiten sich Nachrichten so schnell, wie über Twitter. Um daraus einen Vorteil ziehen zu können, musst du Twitter aber auch richtig nutzen.

Das heißt konkret: Tappe nicht in die Facebook-Falle und abonniere blind alles und jeden, der dir über den Weg läuft. Das hätte schließlich zur Folge, dass deine Twitter-Timeline am Ende genauso unübersichtlich ist, wie dein Facebook-Newsfeed.

Statt eines Magazins oder einer Zeitung, würde ich dir dazu raten ausschließlich den Accounts der Fachjournalisten zu folgen, die dich interessieren. So bleibt deine Timeline clean und auf das wesentliche fokussiert.

Vorteil für dich: Du kannst Twitter schnell nach relevanten Inhalten scannen.

  1. Arbeite mit Listen

Noch fokussierter kannst du arbeiten, wenn du spannende Account thematisch sortierst. Erstelle Listen mit klaren Themen und sortiere die Accounts, denen du folgst in die entsprechenden Listen ein.

Listen dienen bei Twitter ausschließlich der Ordnung. Eine Kommunikation der Mitglieder einer Liste untereinander ist nicht möglich.

Es ist darüber hinaus auch möglich, fremden Listen zu folgen. Sollte also bereits jemand, eine Liste mit deinen Interessensphären erstellt haben, kannst du dieser Liste folgen, ohne selbst eine solche erstellen zu müssen. Außerdem entdeckst du so vielleicht Accounts, die du noch nicht auf dem Radar hattest.

  1. Verwende Tweetdeck

Tweetdeck ist ein ehemals externes Tools, da seit einiger Zeit jedem registrierten Twitter-User zur Verfügung steht und sich unter anderem bei Power-Usern großer Beliebtheit erfreut.

Mit Tweetdeck wird Twitter um zahlreiche Funktionen erweitert, die die Arbeit mit dem Kurznachrichtendienst erleichtern. So können in Tweetdeck Beiträge geschrieben und terminiert werden. Du hast also die Möglichkeit, Beiträge erst in der (nahen) Zukunft erscheinen zu lassen, ohne dass du dich zu diesem Zweck eigens auf der Plattform einloggen musst. Insbesondere für die Promotion von Beiträgen deiner Website eignet sich diese Möglichkeit sehr gut.

Darüber hinaus kannst du mit Tweetdeck ohne große Umstände Listen und Themen bzw. Hahshtags im Blick behalten. Tweetdeck bietet zu diesem Zweck die Möglichkeit, in unterschiedlichen Spalten von dir definierte Themen darzustellen – und das in Echtzeit.

  1. Werde zum Multiplikator

Um eine große Reichweite (= viele Follower) zu bekommen, solltest du deinen Lesern etwas bieten. Nur wenige Menschen interessieren sich dafür, was du zum Mittag ist oder wie das Wetter in deiner Stadt ist.

Versuche deshalb, interessante Nachrichten aus deiner Branche zu twittern. Bleibe am Ball, poste regelmäßig und versuche dabei die spannenden von den redundanten Beiträgen zu trennen. Wenn es dir gelingt, regelmäßig aufregende Nachrichten aus deinem Ressort oder deiner Branche zu posten, wird sich früher oder später ein interessiertes Publikum finden, das dir folgt und deine Beiträge retweetet, also teilt.

Für dich hat das den Vorteil, dass dein Name bekannter wird und du zu einer Autorität innerhalb deines Themengebiets wirst.

  1. Nutze Twitter als Recherche-Tool

Beschäftige dich mit der Suchfunktion auf Twitter. Diese kann deutlich mehr, als du vielleicht denkst. Durch die Eingrenzung von Zeiträumen und Orten, aus denen Tweets gesendet wurden, kannst sehr exakt nach Postings suchen.

Kaum eine andere Social Media-Plattform bietet dir ein so mächtiges Tool um beispielsweise Zeugen von bestimmten Ereignissen ausfindig zu machen. Darüber hinaus kannst du die Beschränkung auf bestimmte Beitragsformate oder Medien Tweets finden, die dir genau den Content bieten, die deiner Recherche vielleicht die Krone aufsetzen.

Fazit: Twitter für Journalisten

Wie du siehst, stellt Twitter für Journalisten ein unglaublich mächtiges Werkzeug dar. Nicht ohne Grund erfreut es sich insbesondere unter Journalisten so großer Beliebtheit. Umso erstaunlicher ist es auf der anderen Seite allerdings auch, dass es noch immer so oft vorkommt, dass mir Journalisten erzählen, dass sie mit Twitter nichts am Hut haben.

Twitter für Journalisten: Linkliste

 

 

Wie sieht es bei dir aus? – Nutzt du Twitter für deine journalistische Arbeit?

Leave a Comment

Pin It on Pinterest

Share This

Hi!

Wenn dir gefällt, was du hier liest, würde ich mich freuen wenn du meine Inhalte teilst