SEO Skills #1: Routinen

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SEO Skills #1: Routinen

Routinen machen das Leben leichter. Das gilt für SEOs genauso wie für alle anderen Menschen auch. Ich habe mir deshalb angewöhnt, in Routinen zu arbeiten. Und das solltest du auch tun. Keine Angst: Das bedeutet natürlich nicht, dass du jedes Projekt im gleichen Stil angehen musst. Aber mit einer klaren Arbeitsweise, wirst du in brenzligen Situationen eher ans Ziel kommen, glaub mir.

Inhalt

Als SEO weißt du natürlich, dass du einem Kunden nur sehr selten garantieren kannst, mit einem bestimmten Keyword auf der #1 zu ranken. (Weil es einige „Kollegen“ doch immer wieder tun und dieses Versprechen dann nicht halten, hat unsere Branche leider nicht den besten Ruf.)

Schlimmer noch: Es gibt Menschen, die vergleichen SEO mit Glücksspiel und unterstellen uns, wir würden auch nur im Dunklen stochern.

Das stimmt so natürlich nicht.

Klar, es gibt Unterschiede in den Ergebnissen und nur sehr selten Sicherheiten. Mancher Content rankt besser, anderer schlechter.

Ich bin mir aber absolut sicher, dass auf lange Sicht SEOs Erfolg haben, die wissen was sie tun und aus welchem Grund sie es tun. Und es werden diejenigen Erfolg haben, die wissen um was es eigentlich geht: zielgerichteten Traffic aus der Suchmaschine.

Wenn du einen erfahrenen SEO gegen einen Rookie antreten lässt, garantiere ich dir, dass der Crack am Ende mehr Traffic bekommen wird.

SEO hat nichts mit Glück zu tun.

Es geht um besondere Fähigkeiten, eine Menge Wissen und eine strukturierte Arbeitsweise.

Wie du dir Routinen aneignest, die dich weiterbringen

Wenn SEOs mit der Arbeit an einer Website beginnen, unabhängig davon ob es sich dabei um eigenes Projekt handelt, oder die Seite eines Kunden, bauen sie nicht blind Backlinks auf oder optimieren auf das erstbeste Keyword, das ihnen in den Sinn kommt.

Stattdessen fahren sie ihr System hoch. Ihr System aus bewährten Routinen.

Diese Routinen eignen sich, um die verschiedensten Aufgaben der Suchmaschinenoptimierung zu bewältigen und zu perfekten Ergebnissen zu kommen.

Als SEO brauchst du Routinen für alle Aspekte der Suchmaschinenoptimierung. Das ist der einzige Weg um sicherzustellen, dass alle wichtigen Faktoren berücksichtigt werden und du die beste Strategie für dein Projekt entwickelst.

Insbesondere für Freelancer ist es wichtig, solche Routinen zu haben. (Glaub mir, ich weiß wovon ich rede!) Wenn du klar erläutern kannst, wie du zu einer Strategie kommst und warum du manche Maßnahmen ergreifst, fällt es dir auch leichter, deinem Kunden zu erklären, was du tust.

Ich möchte dir an dieser Stelle meine wichtigsten Routinen für die Suchmaschinenoptimerung erklären. Im Bereich des Social Media Marketings sehen diese natürlich anders aus. Vielleicht komme ich in einem anderen Beitrag ja auch irgendwann darauf zu sprechen.

Routine #1: Umgang mit Kunden

Natürlich gleicht kein Kunde dem anderen. Dennoch gibt es klare Routinen, die für die Arbeit mit einem neuen Kunden immer gleich ablaufen.

Wenn du gerade an deinem eigenen Projekt arbeitest, stell dir einfach vor, du wärst dein eigener Kunde und spiele diese Routine genauso durch.

Studien zeigen, dass Menschen schrecklich darin sind, ihren eigenen Erfolg abzuschätzen. Ja, auch du neigst wahrscheinlich dazu, dich und deine Fähigkeiten zu überschätzen. Das geht uns allen so.

Deine ersten Aufgabe besteht darin, deinen Kunden zu erziehen und ihm zu erklären, was er von deiner Arbeit zu erwarten hat. Wenn er versteht, dass es unter Umständen Wochen oder Monate dauern kann, bis erste Ergebnisse sichtbar werden, wird er auch nicht frustriert sein und deine Arbeit infrage stellen.

Es ist darüber hinaus wichtig, dass dein Kunde über deine grobe Strategie und deine Arbeitsweise informiert ist. Das bedeutet natürlich nicht, dass du ihm im Detail erklären musst, was du aus welchen Gründen tust und was nicht. Der groben Rahmen deiner Strategie sollte ihm aber bekannt sein. Und er sollte wissen, wie du arbeitest.

Viel zu viele SEOs machen den Fehler, dass sie die Kommunikation mit dem Kunden zu sehr vernachlässigen und sich höchsten ein oder zwei mal im Monat bei ihm melden. Je nach Kunde, kann das unter Umständen negative Konsequenzen haben.

Die Kunden bezahlen dir viel Geld. Aus diesem Grund wollen sie auch wissen, was du tust. Vor allem wollen sie aber sicherstellen, dass du etwas tust und es voran geht.

Also erzähl es ihnen!

Stelle in regelmäßigen Gesprächen sicher, dass sich dein Kunde gut fühlt und sieht, dass das Projekt in die Richtung läuft, die du ihm angekündigt hast.

Wenn du dein eigener Kunde bist, mach dasselbe. Setz dir optimistische Ziele und halbiere sie anschließend. Das wird dir dabei helfen, realistisch zu bleiben und dich vor Enttäuschungen zu schützen.

Außerdem heißt es natürlich nicht, dass du für die Arbeit an eigenen Projekten nicht einen genauso detailierten Arbeitsplan brauchst, wie du ihn für deine Kunden entwickelst. Du brauchst einen Plan um sicherzustellen, dass du nichts übersiehst.

Routine #2: Beurteile deine Arbeit

Das erste, was du mit jeder neuen Website zu tun hast besteht darin, eine Bestandsaufnahme vorzunehmen, womit du es eigentlich zu tun hast.

Ich habe mir angewöhnt, für jedes Projekt ein ausführliches Exposee zu erstellen, das zusammenfasst, wie der status quo vor dem Beginn meiner Arbeit ist.

  • Wie sieht der Content aus?

  • Wie ist das Link-Portfolio?

  • Wie sieht der Traffic aus?

  • Gibt es schon Rankings?

Das ist aus zwei Gründen wichtig:

  1. Es vereinfacht Vergleiche. Erinnerungen sind oftmals trügerisch. Wenn du eine klare Bestandsaufnahme machst und diese auch dem Kunden vorlegst, wirst du nicht in die Situation kommen, dass dein Kunde meint, er hätte schon immer so viel Traffic gehabt und deine Arbeit hätte nichts gebracht.

  2. Es hilft dir bei der Entwicklung deiner Strategie. Du solltest natürlich eine individuelle Strategie für jedes Projekt entwickeln. Abhängig vom status quo und den gesetzten Zielen bieten sich unterschiedliche Techniken an. Um das einschätzen zu können, musst du aber natürlich wissen, wo du stehst.

Manchmal bietet es sich an, einen Teil dieser Analysearbeit schon vorzunehmen, bevor du den Deal mit einem neuen Kunden eingetütet hast. So zeigst du frühzeitig, dass du in deinem Job fit bist und es dir wichtig ist, an diesem Projekt zu arbeiten.

Routine #3: Keyword-Recherche und Evaluation

Die Bedeutung von Keywords nimmt sukzessive ab, dennoch sind sie relevant und nützlich.

Es gibt tausende Wege zur Keyword-Recherche. Für dich ist es wichtig, dass du einen Weg findest, mit dem du zurecht kommst und der Ergebnisse liefert.

Auch dabei ist es natürlich sinnvoll, die Routine Step by Step herunter zu brechen. Stell dir einfach vor, dass du einem Rookie erklären, wie er vorgehen soll.

Eine sehr einfache Routine zur Keyword-Recherche könnte in etwa folgendermaßen aussehen:

  1. Schaue dir Keywords bei der Konkurrenz ab

    1. Mache eine Liste dein zehn größten Konkurrenten

    2. Checke jeder ihrer Domains mit Googles Keyword Planner

    3. erstelle einer Übersicht der Ergebnisse

  2. Nutze Vorschläge von Tools

    1. Erstelle eine Liste von Keywords mit hohem Suchvolumen (nutze dafür wieder den Keyword Planner)

    2. Lass diese Keywords von deinem Lieblingstool checken

    3. Ziehe dir die Vorschläge heraus und trage sie in deine Übersicht ein

  3. Checke den Wettbewerb

    1. Werfe alle Keywords aus deiner Übersicht, die kein relevantes Suchvolumen haben (was relevant ist, ist natürlich abhängig vom jeweiligen Projekt)

    2. Nutze einen Keyword Analyzer, mit dem du gut zurecht kommst und schaue dir die entsprechende Konkurrenz an

    3. Wähle die Keywords, bei denen das Verhltnis von Nutzen und Aufwand am günstiogsten erscheint

Ok, das ist ein sehr stark vereinfachtes Beispiel, aber du siehst, worum es geht. Eine solche Routine kann immer wieder gleich ablaufen. Wie du sie für dich im Speziellen anpasst, ist natürlich ganz allein dir selbst überlassen.

Routine #4: Linkbuilding-Strategien

Natürlich brauchst du Routinen für alle Teilbereiche der Suchmaschinenoptimierung. Das beinhaltet onpage SEO, technisches SEO und schließlich auch offpage SEO.

Ein relativ einfacher Weg, herauszufinden wie groß die Erfahrung eines Suchmaschinenoptimierers ist, ist es abzufragen, wieviele Linkbuilding-Strategien er bislang ausprobiert hat.

Nicht alle Strategien halten was sie versprechen. Manche sind besser als andere, manche passsen nur eine bestimmte Art von Projekten, wieder andere sind von vornherein Quatsch.

Fest steht: Keine Strategie ist perfekt.

Viele Rookies findene eine einzige Strategie, mit der sie einmal Erfolg haben und denken sofort, sie hätten verstanden, worum es geht und wären nun absolute Experten.

Der Punkt ist allerdings, dass nicht jede Strategie in jeder Nische funktioniert. Schlimmer noch: Je bekannter eine Strategie wird, desto häufiger wird sie genutzt und desto ineffektiver wird sie. Es ist noch gar nicht lange her, da habe ich meinen Schülern den Tipp gegeben, Infografiken zu erstellen und diese zu verbreiten.

Das war eine gute Strategie. Doch inzwischen lässt ihre Effektivität zu wünschen übrig.

So schnell kann es gehen.

Du siehst schon an diesem Beispiel, dass es nicht klug ist, sich auf eine einzige Linkbuilding-Szrategie zu verlassen.

Betrachte deine Strategien wie Tools. Natürlich hast du nicht nur ein einziges Tool, das du verwendest. Je nach Zweck, hast du ein ganzes Arsenal. Mit deinen Linkbuilding-Strategien sollte es ganz genauso sein.

Der Werkzeugkoffer eines Zimmermanns ist schließlich auch mit mehr als nur einem einzigen Werkzeug gefüllt. Warum sollte es bei dir anders sein? Eigne dir ein breites Repertoire an Strategien an und ziehe die jeweils geeignetste aus deinem Werkzeugkoffer.

Routine #5: Reportings

Eine letzte SEO Routine, die ich dir ans Herz legen möchte betrifft die Analyse deiner Arbeit. Ich habe oben bereits erklärt, wie wichtig es ist, vor Beginn eines Projekts eine Bestandsaufnahme zu machen.

Zu diesem Zweck erstelle ich stets ausführliche Exposees.

Solche Exposees erstelle ich allerdings nicht nur vor Beginn der Arbeit um zu schauen und festzuhalten, wie eine Website aussah, bevor ich Hand angelegt habe. Ich halte damit auch meine Arbeit fest und belege regelmäßig, wie sich meine Maßnahmen auswirken.

Diese Exposees lege ich meinen Kunden regelmäßig vor. So wissen sie stets, wo wir stehen und was ich tue. Außerdem habe ich klare Belege für meine Arbeit und weiß selbst, wo ich stehe. Vor allem sollten deine Kunden aber erwarten können, dass sie regelmäßig auf den aktuellen Stand des Projekts gebracht werden.

Ein solches Exposee sollte leicht verständlich sein und klar quantifizierbare Daten enthalten. Ändere das Layout deiner Exposees nicht zu oft. So kannst du einfach die Überscihten aus zwei Zeiträumen vergleichen und festellen, ob du noch auf Kurs bist.

Inhalte, die darin enthalten sein sollten sind abhängig vom jeweiligen Projekt. Standardmäßig enhalten meine Exposees Angaben über:

  • was hast du getan

  • wie sieht der Traffic aus

  • wie sind die aktuellen Rankins

  • welche Links wurden aufgebaut

  • was hat sich am Content getan

Natürlich solltest du Kundenprojekte niemals als Crash-Test-Dummies missbrauchen und an ihnen experimentieren. Dennoch ermöglichen dir solche klaren Exposees, leicht herauszufinden, was gut funktioniert und was nicht. Und so kannst du natülich auch während eines laufenden Projekts leichte Kurskorrekturen vornehmen, wenn sie nötig sind.

Fazit

Routine machen dir das Leben leichter. Sie zwingen dich zu einer strukturierten Arbeitsweise und verhindern, dass du Fehler machst.

Insbesondere für Freelancer, die oftmals für sich allein arbeiten, sind klare Routinen oft überlebenswichtig. Dabei gibt es allerdings keine klaren Regeln. Deine Routnen müssen zu dir und deiner Arbeitsweise passen.

Was für Routinen hast du? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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