So funktioniert der Instagram Algorithmus

Instagram Grid Design und Puzzle Feeds

In Instagram by Patrick NixLeave a Comment

Der Schlüssel zu einem nachhaltigen Follower-Wachstum auf Instagram liegt nicht zuletzt auch in einem ansprechenden Feed. Um auf sich aufmerksam zu machen und aus der Masse der Accounts herauszustechen, bemühen sich Instagrammer, ihren Feeds das “besondere Etwas” zu verleihen. Besondere Hingucker sind da oftmals die sogenannten Puzzle Feeds. Im folgenden möchte ich hier auf unterschiedliche Grid Designs eingehen und die Vor- und Nachteile abwägen.

Basics: Was sind eigentlich Grids?

Grids sind Gitter. Bezogen auf Instagram sprechen wir von Grids, wenn wir die gitterartige Anordnung der Postings auf deinem Profil beschreiben. Standardmäßig ordnet das System deine Beiträge in einem Muster, bei dem in der Horizontalen drei Bilder nebeneinander erscheinen; in der Vertikalen haben wir es mit theoretisch unendlich vielen Reihen zu tun. Das bedeutet, dass der Besucher deines Accounts prinzipiell bis zu deinem frühesten Posting nach untern scrollen kann. Gerade bei alten Accounts dürfte das aber inzwischen recht lang dauern.

Um das Interesse neuer Besucher zu erregen, stellt es für viele User eine immer größer werdende Herausforderung dar, ihren Feed so ansprechend zu gestalten, dass mehr Follower gewonnen werden können.

Das statische Grid-Muster setzt der Kreativität allerdings verhältnismäßig enge Grenzen. Um innerhalb des bestehenden Grids herauszustechen bietet es sich beispielsweise an, regelmäßig ähnliche Formate zu posten. Das führt über kurz oder lang zu Mustern im Feed, die die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich ziehen.

Grid Design: Ausbruch aus der Ordnung

Eine andere Möglichkeit aus dem starren Muster auszubrechen, stellen die unterschiedlichen Grid-Designs dar, die insbesondere dank unterschiedlicher  Influencer in der jüngeren Zeit immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Eine Möglichkeit zum Ausbruch stellt beispielsweise die Idee dar, ein einzelnes Bild aufzuteilen. Ein instagramtypisches, quadratisches Foto könnte beispielsweise auf neun einzelne Postings aufgeteilt werden. In der richtigen Reihenfolge gepostet löst ein solches Bild definitiv einen Aha-Moment aus und wird schnell zu einem echten Hingucker.

Bedingung dafür ist natürlich eine entsprechend hohe Auflösung. Mit den Kameras moderner Smartphones dürfte dies aber natürlich kein echtes Problem darstellen. Zu Problemen kommt es durch diese Art von Beiträgen jedoch an ganz anderer Stelle.

Während solcherlei Spielereien im Feed tatsächlich gut aussehen und etwas Leben in das starre Muster bringen, sieht das in der Timeline deiner Follower schon ganz anders aus. Hier erscheint dein Bild nun häppchenweise, was sicher zu so mancher Irritation führen kann. Einzelne Elemente dürften so nur wenig Sinn ergeben. Ein Hinweis auf das Gesamtkunstwerk, zu besichtigen auf deinem Profil-Feed könnte hilfreich sein, führt jedoch zu einem erhöhten Aufwand, den du deinen Follower abverlangst. Prinzipiell raten wir im Online Marketing stets dazu, die Anzahl der Klicks, die notwendig sind, so gering wie möglich zu halten.

Nun bin ich kein Freund von Verallgemeinerungen und würde dir an dieser Stelle am ehesten dazu raten, deine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass dieses höhere Maß an Engagement, zu dem du deine Follower hier anhältst, auch zu einer höheren Conversion führen kann. Dies dürfte branchenspezifisch sehr unterschiedlich sein.

Genau da wären wir jedoch bei einem anderen Problem angekommen: Wie messen wir eigentlich den Erfolg oder Misserfolg eines solchen Beitrags? – Instagram bietet für Business-Accounts ein sehr gutes Statistik-Tool. Dessen Zahlen beziehen sich aber natürlich stets auf einzelne Postings, nicht auf deine gesplitteten Bilder. Natürlich könntest du einfach die Metriken addieren, eine wirkliche Vergleichbarkeit ist hier jedoch nicht mehr gegeben. Vor allem wenn du sehr zahlengetrieben arbeitest, könnte das schnell zu einem Problem werden.

Instagram Puzzle Feed als Lösung?

Eine Lösung könnte sich durch den sogenannten Puzzle-Feed ergeben. Dieser stellt im Prinzip eine Collage aus mehreren Bildern dar, ermöglicht es aber, bei geschickter Anordnung trotzdem jedem einzelnen Posting einen eigenständigen Sinngehalt zu verschaffen.

Puzzle Feeds erfreuen sich zuletzt immer größerer Beliebtheit. Auch sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie gerade im Profil beeindruckend aussehen und aus dem langweiligen Grid-Muster ausbrechen.

Wie nicht anders zu erwarten, sind solche Puzzle Feeds aber bedeutend aufwendiger als, als herkömmliche Postings auf Instagram. Um einen sinnvollen Puzzle Feed zu erstellen, kommst du nicht drumherum, dich auch mit Photoshop oder Gimp zu beschäftigen. Dabei musst du diese möchten Werkzeuge natürlich nicht in Gänze beherrschen, ein paar grundlegende Funktionen sollten dir aber geläufig sein.

Ich empfehle dir, deinen Puzzle-Feed zunächst am Desktop mittels der Software deiner Wahl  zu erstellen, diesen dann in seine einzelnen Bestandteile zu zerschneiden und schließlich in Instagram einzustellen.

Auch hier fällt aber auch schnell wieder ein Problem ins Auge. Wie auch bei den gesplitteten Postings, zwingt dich dieses Design dazu, künftig stets drei Beiträge zugleich zu posten. Postest du nur eines, zerstörst du damit dein Grid Design.

Ein Veröffentlichungsplan, der primär auf Einzelpostings ausgerichtet ist, kollidiert also zwangsläufig mit diesem Stil. Zugleich könnte sich deine Postingfrequenz damit signifikant erhöhen. Ich würde dir deshalb empfehlen, genau abzuwägen, ob ein Puzzle Feed für dich in Frage kommt.

Fazit: Puzzle Feeds sind Hingucker, kommen aber nicht für jeden infrage. Und das ist wahrscheinlich ein echter Wermutstropfen.

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