Warum es völlig egal ist, wie viele Fans auf Facebook du hast.

es ist vollkommen egal, wie viele Fans auf Facebook du hast

Warum es völlig egal ist, wie viele Fans auf Facebook du hast.

Die Zahl der Fans deiner Fanpage ist vollkommen irrelevant. Und vermutlich kostet es dich auch noch unnötig viel Geld, wenn du dich zu stark auf den Indikator „Fans“ konzentrierst.

Die Relevanz einer Fanpage auf Facebook wird in den meisten Fällen anhand der Zahl ihrer Fans bemessen. Ein Fehler, den die Betreiber dieser Fanpages vermutlich nicht selten teuer bezahlen müssen.

Bekäme ich jedes mal einen Euro, wenn mir jemand erzählt wie viele Fans er auf Facebook hat und was er schon alles unternommen hat, um deren Zahl zu erhöhen, ich könnte wahrscheinlich gemeinsam mit einigen Freunden richtig gut essen gehen und jedem auch noch ein Dessert spendieren.

Die Zahl der Fans auf Facebook, ist in der Social Media-Welt vergleichbar mit der Größe des Autos unter spät pubertierenden Kleinstädtern: Eigentlich völlig egal, aber nach außen hin ein tolles Statussymbol.

Und so kommt es nicht selten vor, dass Unternehmen viel Geld investieren, um die Zahl ihrer Fans auf Facebook zu erhöhen. Und wenn es auch nur darum geht, mehr Fans zu haben, als der direkte Konkurrent.

Da wird dann nicht selten zu den unsinnigsten Maßnahmen gegriffen. Und leider auch zu solchen, die dem Geschäft des jeweiligen Unternehmens im Ernstfall sogar schaden können.

  • Fans kaufen. Es ist ein alter Hut: Fans kaufen ist selten eine gute Idee. Und dennoch wird diese Praxis auch heute noch betrieben, weiß der Geier warum. Und am Ende werde ich dann angerufen und gefragt, weshalb man denn so ein häufiges Auf und Ab bei seiner Fanzahl sieht oder weshalb so viele von ihnen aus Bangladesch kommen.
  • Gewinnspiele. Noch so ein Blödsinn. Da sieht das Marketingbudget vor, dass zum Zwecke der Generierung einer Zielgruppe auf Facebook auch etwas Geld in die Hand genommen werden kann und was fällt den Administratoren der Facebook-Pages ein? – Sie veranstalten ein Gewinnspiel. Und leider denken die wenigsten darüber nach, welche Folgen das haben kann.

Warum sind solche Maßnahmen denn nun so schlimm?

Bleiben wir doch direkt beim Gewinnspiel. Was glaubst du, wer an so einem Gewinnspiel teilnimmt? Begeisterte Kunden des Unternehmens? Oder nicht doch eher irgendwelche Teenager, die sich den Gewinn eines neuen Iphones erhoffen?

In den meisten Fällen sind es überwiegend Angehörige der zweiten Gruppe. Und das kann sich schnell zu einem echten Problem auswachsen.

Auf der Habenseite steht nach einem solchen Gewinnspiel natürlich zunächst einmal die gewachsene Zahl an Fans auf Facebook. Das war die Aufgabe und die wurde erfüllt.

Das Problem ist nur, dass die Aufgabe nicht smart erfüllt wurde. Zwar hast du mit deinem Gewinnspiel neue Fans angeworben, auf Dauer werden dir diese Fans aber die Reichweite deiner Postings ruinieren.

Facebook-Marketing ist ein Ausdauersport, das muss du dir immer wieder ins Gedächtnis rufen. Schaust du nur auf kurzfristige Erfolge, wirst du nicht ins Ziel kommen. Dir ergeht es da genauso, wie dem Marathon-Rookie, der die ersten Kilometer zu schnell angeht und schließlich nicht mehr die Luft hat, das Rennen zu Ende zu bringen.

Durch ein Gewinnspiel sammelst du vielleicht ausreichend viele Fans ein. Die wenigsten von ihnen dürften aber ein echtes Interesse an deinem unternehmen oder dessen Produkten haben. Entsprechen werden sie nicht mit deinen Beiträgen interagieren und deren Reichweite in den Keller drücken.

Und genau das ist es, was dir schlussendlich den ROI versaut. Viele Fans, aber eine minimale Reichweite. Game over.

Konzentriere dich stattdessen auf zwei andere Indikatoren als deine Fans auf Facebook

  • Reichweite

Unter deinen Beiträgen kannst du ablesen, wie groß deine Reichweite ist. Hast du 1000 Fans und eine Reichweite von 1000 Impressions (100%)? – herzlichen Glückwunsch, du hast deinen Job ordentlich gemacht. Sind es hingegen weniger als 20% solltest du dringend deine Strategie überdenken. Liegt die Zahl hingegen bei 200% kannst du dir gratulieren.

Und ja, 200% und mehr sind durchaus möglich. Auch bei großen Fanpages. Und allein diese Zahl zeigt, dass die totale Zahl an Fans eigentlich völlig nichtssagend ist.

Fakt ist, dass die sinkenden Reichweiten auf Facebook ein Mythos sind. Auch heute kannst du noch viele Impressionen für deine Beiträge erreichen, wenn du deine Arbeit nur ordentlich erledigst. Verzichte aber unbedingt darauf, Abkürzungen zu nehmen und deine Zahlen zu frisieren, indem du einfach Fans kaufst oder durch Gewinnspiele oder ähnlichen Blödsinn künstlich erwirbst. Das schadet dir über kurz oder lang mehr, als es dir hilft.

  • Engagement-Rate

Um eine hohe Reichweite zu gewinnen, brauchst du eine gute Engagement Rate. Kurz gesagt: Viele Likes, Shares und Kommentare. Auch hier sollten 5 – 10% deiner totalen Zahl eigentlich unproblematisch sein, wenn du deinen Job gut machst.

Wenn deine Fans, egal wie viele du in Gänze hast, auf deine Beiträge reagieren, werden diese auch ihren Kontakten ausgespielt und deine Reichweite erhöht sich wie von selbst. Regieren auch diese wieder, steigst sie weiter und weiter und…

Um solche Zahlen zu erreichen brauchst du letztlich nichts anderes als relevanten Content.

Und genau hier schließt sich der Kreis. Deine Inhalte müssen relevant für deine Fans sein. Je mehr Fans aus dubiosen Quellen generierst, desto unwahrscheinlicher wird es, dass deine Inhalte wirklich für alle Fans relevant sind.

Gerade gekaufte und Gewinnspielfans, die sich für dein Produkt nicht oder nur wenig interessieren, werden nicht auf deine Beiträge reagieren. Und genau das ist der Grund, weshalb deine Reichweite stagniert.

Fazit

Vergiss die totale Zahl an Fans auf Facebook als Indikator. Kümmere dich mehr um die Engagement Rate und die Reichweite.

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