8 KPIs, auf die du im Content Marketing nicht verzichten kannst

8 KPIs, auf die du im Content Marketing nicht verzichten kannst

Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster und behaupte, dass es zwei Typen von Online Marketeers gibt: Die einen messen jede ihrer Maßnahmen auf den Cent genau ab und brechen jede Überlegung auf beinharte KPIs herunter. Die anderen verlassen sich hingegen eher auf ihr Bauchgefühl. Gesund wäre wahrscheinlich am ehesten der Mittelweg. Weil es so ganz ohne Zahlen aber nicht gehen kann, lernst du hier du 8 wichtigsten KPIs im Content Marketing kennen.

Was sind KPIs?

Key Performance Indicators, kurz: KPIs, sind Leistungskennzahlen. Sie geben dir Auskunft darüber, inwiefern du bei einer Unternehmung bereits vorangeschritten bist oder ob du vielleicht vom Weg abgekommen bist.

Das Messen von KPIs ist unumgänglich um sicherzustellen, dass du mit deinen Bemühungen auch wirklich in der Lage bist, deine gesteckten Ziel zu erreichen. Dabei müssen die gemessenen Leistungskennzahlen gar nicht so überkomplex sein, wie dieses Themenfeld oftmals erscheint.

KPIs entstehen dadurch, dass zwei Metriken in ein Verhältnis gesetzt werden. So kann zum Beispiel die Kennzahl Page Views/UV Auskunft darüber geben, wie viele Seiten sich ein einzelner Nutzer im Durchschnitt ansieht und dir so klare Hinweise auf potentielle Optimierungspotentiale geben.

Das Thema Key Performance Indicators wirkt insbesondere auf Einsteiger im Feld des Online Marketing abschreckend. Dabei ist es heute auch gar nicht mehrt sonderlich kompliziert, die wesentlichen KPIs zu messen. Standard-Tools wie Google Analytics helfen dir dabei, dein Überblick über die wichtigsten Indikatoren zu behalten.

Sollte dein Projekt komplexer werden, wirst du früher oder später natürlich dennoch über umfangreichere Tools zur Messung deiner Erfolge zurückgreifen müssen. An dieser Stelle möchte ich dir nun jedoch zunächst die in meinen Augen wesentlichen KPIs im Content Marketing vorstellen.

Reichweite

Unique Visits

Unique Visits (UV) gehören zu den absoluten Standardwerten im Online Marketing allgemein, wie auch im Content Marketing im Speziellen. Sie geben dir schlicht darüber Auskunft, wie viele individuelle Nutzer in einem gesetzten Zeitraum auf deine Inhalte zugreifen. Um diesen Zeitraum abzugrenzen wird häufig auf Cookies zurückgegriffen, die eine Lebenszeit von 30 Tagen haben.

Das bedeutet, dass ein Nutzer, der binnen einen Monats auf deine Website zugreift 1 UV darstellt, unabhängig davon, wie häufig er binnen diesen Monats deine Seite aufruft. Über diese Kennzahl bist du sehr gut in der Lage, Trends zu beobachten und deine Erfolge über einen längeren Zeitraum sauber zu vergleichen.

Du solltest allerdings im Hinterkopf behalten, dass nicht all Unique Visits in gleichem Maße wertvoll sind. Zugriffe auf ein Whitepaper oder eine Salespage sind sicherlich höher zu bewerten, als solche auf deinen Coporate Blog. Es ist aus diesem Grund eine gute Idee, Unique Visits granular zu messen.

Geographie

Natürlich ist es in vielen Fällen auch nicht unbedeutend, zu wissen wo dein Content rezipiert wird. Auf diese Weise kannst du herausfinden, an welchen Orten es lohnen könnte, ein höheres Budget zu investieren oder auf welche Themen du ansprechen kannst, die womöglich nur von lokalem Interesse sind.

Google Analytics liefert Details darüber auf page-level-Ebene. Begehe nicht den Fehler und ignoriere diese Informationen.

Mobile Use

Es ist natürlich wahnsinnig spannend zu sehen, wie viele Unique Visits du hast und wo deine Leser herkommen. Noch spannender ist es aber natürlich zu sehen, auf welchen Endgeräten die auf deinen Content zugreifen.

Unterschätze diese Information nicht. Die Zeiten, in denen nahezu alle User über den Desktop-PC im Internet surfen sind längst Vergangenheit. Heute stellen die Nutzer von Mobile Devices schon mehr als die Hälfte der Internetnutzer.

Und das spielt in der Gestaltung und Anlage deines Contents eine wesentliche Rolle. Smartphone-User haben schlicht ein anderes Konsumverhalten als Desktop-Nutzer. Stellen sie das Gros deiner Leserschaft solltest du verstärkt auf Ladezeiten und eine einfache Navigation Acht geben. Und das Responsive Design heute zum Standard gehört, kommt sicher auch nicht von ungefähr.

Engagement

Bounce Rate und time spent

Es ist offensichtlich, dass es ein Ziel sein sollte den Lesern zu liefern, was sie erwarten um sie länger auf der Seite zu halten. Eine Bouncerate, also Absprungrate steht dem entgegen. Stelle dir vor, du hast einen für deine Branche guten Wert im Bereich der Unique Visits (sagen wir 15.000) und stellst fest, dass deine Besucher deinen Content (sagen wir ein hundertseitiges Ebook) schon nach weniger als zehn Sekunden verlassen.

Dieses Missverhältnis deutet auf ein Problem hin. Entweder ist dein Content in technischer oder gestalterischer Hinsicht mangelhaft oder sein Inhalt erfüllt nicht die Erwartungen der Betrachter. In jedem Fall musst du hier nacharbeiten.

Heat Maps

Es gibt wahnsinnig gute Tools, die in der Lage sind zu illustrieren, wo die Aufmerksamkeit deiner Nutzer liegt. Diese zeigen dir übersichtlich an, mit welchen Bereichen deine Website sie interagieren und welchen sie keine Beachtung schenken. So kannst du Rückschlüsse ziehen, weshalb der ach so wichtige Link nicht geklickt wird und an welche Stelle du vielleicht besser setzen solltest.

Page Views/Impressions

Noch so ein Standardwert der viel zu oft übersehen wird. Wir haben oben bereits über Unique Visits gesprochen. Nun ist es an der Zeit, diesen Wert in ein sinnvolles Verhältnis zu setzen.

Eine gute Ratio von Page Views/Unique Visit ist ein klares Indiz dafür, dass dein Content den Nerv deiner Leser trifft. Dieser Wert sagt schlicht aus, wie viele (Unter-)Seiten sich deine Besucher bei einem besuch ansehen. Je höher dieser Wert ist, desto besser scheinst du deinen Job gemacht zu haben.

Sentiment

Kommentare

Im Social Media-Zeitalter müssen wir uns stets bewusst sein, dass jede Handlung letztlich Gegenstand von Many-to-Many-Kommunikation werden kann. Und das ist gut so. Begehe nicht den Fehler, aus Angst vor Negativ-Feedback Kommentare zu untersagen. Halte deine Nutzer im Gegenteil dazu an, sich mit deinem Content auseinanderzusetzen.

Viele Kommentare bedeuten, dass sich deine Nutzer für deine Inhalte interessieren, sie halten deine Seite frisch (was Google honoriert) und sie animieren Nutzer zu deiner Website zurückzukehren. Darüber hinaus kannst du aus den Kommentaren sehr direkt ableiten, was du besser machen kannst oder wo du den Nerv deiner Zielgruppe triffst.

Versuche darüber hinaus auf jeden Kommentar zu antworten. Das trägt in besonderem Maße zur Kundenbindung bei und verbessert darüber hinaus das Image deines Unternehmens.

Social Sharing

Stelle sicher, dass dein Content shareable ist, also leicht auf Facebook, Twitter und Co geeilt werden kann. Dieser Aspekt ist heute wesentlich für nahezu jede Maßnahme im Content Marketing. Hohe Share-Zahlen suggerieren anderen Nutzern, dass dein Content wertvoll ist, das wiederum trägt zu höheren Clickzahlen bei.

Wesentlich für dich ist aber auch, dass dir deine Nutzer mit dem Teilen zeigen, dass sie deine Inhalte honorieren. Ein Click ist wertvoll. Wer sich die Zeit nimmt, deinen Inhalt auf Facebook zu teilen und ihn damit seinen Kontakten zugänglich zu machen, zeigt damit dass dein Inhalt wertvoll ist. Dabei handelt es sich also offensichtlich um ein starkes Qualitätsindiz.

Welche Indikatoren du letztlich misst, ist natürlich dir überlassen und steht natürlich nicht zuletzt auch in Abhängigkeit zum Typ deines Contents. Wichtig und unumgänglich ist aber in jedem Fall, dass du dich mit den Zahlen vertraut machst. Mit den hier genannten Standardwerten bist du definitiv fürs Erste gut beraten.

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