5 Dinge, die Blogger von Youtubern lernen können.

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5 Dinge, die Blogger von Youtubern lernen können.

Der Erfolg von Youtube und seinen hausgemachten Stars ist Phänomen. Noch immer. Statt aber weiter nur staunend in der Ecke zu stehen, ist es endlich an der Zeit, sich anzuschauen, was Youtube so erfolgreich. Von Bibi lernen, heißt siegen lernen!

Gib es doch zu. Du hast dir auch schon irgendwann mal ein Video von Dagi oder Bibi angesehen und kopfschüttelnd auf die Zahlen geschaut, die die Zahl der Views ausgeben.

Inhalt

  1. Youtuber vernetzen sich
  2. Youtuber betrachten sich als Marke
  3. Youtuber haben treue Fans
  4. Youtuber denken plattformübergreifend
  5. Youtuber sind extrem professionell

Große Youtuber erreichen aus dem Stand oft problemlos Reichweiten weit über 100.00 Zuschauer hinaus. Darüber muss ich hier an dieser Stelle gar kein weiteres Wort verlieren, das haben andere oft genug getan.

Der Punkt, um den es in diesem Text gehen soll, ist vielmehr der, dass du von Bibi, Dagi und Sami einiges für deinen eigenen Auftritt im Social Web lernen kannst. Insbesondere Blogger, die über geringe Reichweiten klagen, sollten sich dringen ansehen, was die großen Youtuber so alles richtig machen.

Fünf Dinge, die du von Bibi lernen kannst

1. Youtuber vernetzen sich

Blogger, insbesondere in Deutschland, sehen sich leider viel zu oft als Einzelkämpfer.

Und das ist meines Erachtens nach ein gewaltiges Problem.

Warum? – Weil man gemeinsam stärker ist! Das ist im echten Leben so und das ist im Internet nicht anders. Wenn du erfolgreich bloggen willst, solltest du deshalb dringend damit aufhören, dich als lonesome Cowboy zu betrachten.

Schau dir lieber mal an, wie Bibi das alles angeht.

Es kommt nicht selten vor, dass Bibi einen Gast in ihren Videos hat. Und nicht selten handelt es sich bei diesem Gast um einen anderen Youtuber.

Was ist die Folge einer solchen Kollaboration? – Das Video wird von Fans beider Vlogger angesehen. Und in der Folge schauen mit großer Wahrscheinlichkeit auch viele von dessen Fans regelmäßig bei Bibi vorbei.

Und wie geht es dann weiter? – Ein paar Tage später siehst du Bibi schließlich im Video ihres befreundeten Youtubers. Hier herrscht das Gesetz der Reziprozität. Anders ausgedrückt: Du tust mir einen Gefallen, ich tue dir einen Gefallen.

Ein guter Deal für beide Seiten, oder?

Zwei der reichweitenstärksten Youtuberinnen in Deutschland sind Bibi und Dagi. Ich persönlich kann die beiden überhaupt nicht auseinanderhalten. Das macht auch gar nichts, denn Bibi und Dagi sind gerade deshalb ein so gutes Beispiel dafür, weshalb du dieses elende Konkurrenzdenken ablegen solltest.

Bibi und Dagi sehen nicht nur gleich aus, sie reden auch das gleiche dumme Zeug über die gleichen seltsamen Dinge. Als Marketer würdest du sagen, sie kämpfen um den gleichen Markt und sollten sich deshalb genauso spinnefeind sein wie McDonalds und Burger King, wie Coca Cola und Pepsi oder wie Real Madrid und der FC Barcelona.

Anstatt sich aber in einem endlosen Konkurrenzkampf aufzureiben vereinen Bibi und Dagi ihre Kräfte (ihre Reichweiten) um gemeinsam mehr (Taschengeld von 13-jährigen) rauszuholen.

Und genau das solltest du auch tun. Statt dich an einem anderen Blogger deiner Nische aufzureiben, versuche lieber, eine Koopperation mit ihm einzugehen.

Schreibe zum Beispiel einen Gastbeitrag bei ihm, bringe einen Beitrag von ihm auf deinem Blog. Verlinkt euch gegenseitig, startet vielleicht eine gemeinsame Artikelserie. Möglichkeiten zu gegenseitigen Unterstützung gibt es viele.

Wozu das führen kann, demonstrieren abermals Bibi und Dagi. Die haben sich nämlich nicht nur gegenseitig gefeatured, sondern nebenbei auch noch ihre Boyfriends zu eigenen Marken aufgebaut. Fragt mich um Himmels Willen nicht nach den Namen der Jungs, aber nach einigen Gastauftritten bei den Mädels, haben die inzwischen ihr eigenes Millionenpublikum.

Das heißt im Umkehrschluss für dich: Es ist keine Schande, etablierte Blogger in deiner Nische um Hilfe zu bitten, wenn du wachsen möchtest. Bist du schon groß, könnte es für dich auf der anderen Seite lohnend sein, dir einen Schützling zu suchen, den du unterstützt. Der bringt vielleicht etwas frischen Wind in deine Routinen, vielleicht erschließt er dir sogar ein neues Publikum.

2. Youtuber betrachten sich als Marke

Ein Punkt, den Blogger in Deutschland oftmals nicht verinnerlicht haben, ist die Bedeutung der Selbstvermarktung.

Natürlich sind die Motivationen, aus denen Menschen bloggen ganz verschieden. Wenne es bei dir allerdings einen professionellen Anreiz hinter dem Bloggen gibt, dürfte der Aspekt der Selbstvermarktung nicht vollkommen uninteressant für dich sein.

Vielleicht hast du ja längst ein Produkt, das du an den Mann bringen willst?

Oder du betrachtest deinen Blog als dein Produkt?

Oder du möchtest mit deinem Blog dein eigenes Profil schärfen und dich selbst darstellen?

Alles vollkommen legitim. Das Entscheidene ist, dass es ohne Marketing nicht gehen wird. Gerade in diesem Punkt sind deutsche Blogger oft sehr zurückhaltend. Als würden sie sich scheuen, Dinge zu verkaufen.

Youtuber haben diese Scheu nicht, was oft kritisiert wurde. In diese Diskussion möchte ich hier nicht einsteigen. Auch wenn man über die Art und Weise streiten kann, ist es prinzipielle ok, Dinge zu verkaufen. Darauf basiert schließlich unser Wirtschaftssystem.

Gerade Freiberufler, und unter Bloggern gibt es meiner Erfahrung nach sehr viele Freiberufler oder solche, die es werden wollen, sind darauf angewiesen, sich selbst als Marke zu etablieren.

Unter den Youtubern hat das in meinen Augen insbesondere Sami Slimani ziemlich gut umgesetzt.

Klar, der Typ redet ziemlich viel seltsames Zeug und cremt sich sicher etwas zu oft ein. Das macht aber nichts, denn er hat es geschafft, auf der Grundlage seines Images eine Marke aufzubauen, unter der es inzwischen Bücher, Kosmetik und demnächst wohl auch Mode gibt.

Das willst du gar nicht? – Macht nichts, denn hier geht es ja nur um das Prinzip. Du weißt selbst am besten, in welcher Nische du dich etablieren willst. Versuche deinen Namen als eng mit deiner Branche zu verbinden. Das nehmen schlussendlich auch deine Kunden wahr!

3. Youtuber haben treue Fans

Egal, wie du es nennst. Ob du den klassischen Begriff der Community wählst oder Seth Godins Begriff Tribe bevorzugst: Es gibt da draußen Leute, die dir zuhören. Und die sind wichtig für dich.

Die großen Youtuber haben das verstanden. Sie haben eine Community, bestehend aus treuen Fans um sich geschart. Und diese Fans sorgen dafür, dass die Reichweite ihrer Idole stetig wächst.

Klar, das nimmt mitunter besorgniserregende Dimensionen an, aber das Prinzip ist nicht verkehrt.

Höre deinen Fans zu und gib ihnen, was sie brauchen. Du willst ein Blog-Business? Dann sorge dafür, dass du die Probleme deiner Fans löst. Dafür kaufen sie deine Produkte, buchen dich als Coach oder Consultant und verhelfen dir zum beruflichen Erfolg.

Wichtig ist, dass du deinen Kunden zuhörst und sie zu Fans machst. Wenn dir das gelingt, ist das die halbe Miete für ein erfolgreiches Business.

4. Youtuber denken plattformübergreifend

Fast die wichtigste Lehre, die wir aus der Betrachtung von Youtubern ziehen können.

Nachdem sie sich als Marken etabliert haben, denken Youtuber in der Regel plattformübergreifend.

Was bedeutet das?

Natürlich liegt das Hauptaugenmerk von Dagi und Sami weiterhin auf Youtube. Dort verdienen sie schließlich ihr Geld. Ihnen ist aber auch klar, dass ihre Zielgruppe nicht rund um die Uhr auf Youtube abhängt.

Außerdem ist Youtube durch die fest etablierten „Sendetermine“ inzwischen relativ unflexibel geworden.

Ganz anders Instagram, Twitter und Snapchat. Hier kann der Kontakt zur Community auch in der Zeit zwischen den Videos aufrecht erhalten werden.

Hahstags wie #fragbibi stürmen regelmäßig die Trending Topics bei Twitter. Postings bei Facebook erhalten binnen weniger Stunden Tausende von Interaktionen. – Die großen Youtuber kleben längst nicht mehr an der Plattform. Durch die Größe, die sie erreicht haben, können sie längst auch ohne Youtube überleben. Sie sind die Marke, nicht Youtube.

Wie sieht das bei dir aus?

Die Stammleser deines Blogs kennen dich natürlich, aber wie steht es um deinen Auftritt bei Facebook und Twitter?

Pflegst du deine Fanpage auf Facebook? Verfasst du regelmäßig Tweets, die für dein Publikum interessant sind? Wenn du dich als Autorität für ein Thema begreifst oder dich als Marke etablieren möchtest, solltest du dich nicht auf eine einzige Plattform beschränken.

Blicke über den Tellerrand!

Das heißt nicht, dass du deinen Blog vernachlässigen sollst. Es wird sich aber lohnen, wenn du dir die für deine Nische relevanten Social Media-Plattformen anschaust. So manche lässt sich nicht nur privat nutzen, sondern kann auch für dein Marketing von Interesse sein.

5. Youtuber sind extrem professionell

Auch wenn die Videos der großen Youtuber oftmals extrem nach DIY aussehen und sie häufig auf Understatement machen, wenn es um den Arbeitsaufwand hinter den Kanälen geht: Für die Großen der Branche ist Youtube längst ein Fulltime-Job. Und den setzen sie extrem professionell um.

Die Videos erscheinen zu festen Terminen und werden von ihren Fans auch zu diesen Zeitpunkten erwartet. „Kleinigkeiten“ wie Vorschaubilder überlassen sie nicht dem Zufall sondern optimieren sie, bis es das perfekte Ergebnis gibt. Die Statistiken werden genau analysiert um das optimale Ergebnis zu erzielen.

Dieses Maß an Professionalität solltest du auch bei deinem Blog anstreben. Ansonsten wird es schwer, zu wachsen!

Fazit

Wir können natürlich weitermachen und darüber lachen, über welche banalen Themen Bibi und Konsorten so plappern. Wir können natürlich auch weiter ungläubig auf Samis enorme Einnahmenn starren. Wir können natürlich auch weiterhin nur darüber herziehen, welches unmoralische Geschäftsgebaren Bibi an den Tag legen.

Wir können uns aber auch endlich anschauen, was diese Youtuber so alles richtig machen.

Und daraus können wir eine Menge lernen. Meinst du nicht?

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